Ratgeber und praktische Tipps

Urlaub mit Hund in Niederau und der Wildschönau

Papiere, Kühe auf der Alm, Wanderwege, Bergbahnen und Hitze: So kommt Ihr Hund sicher und entspannt mit.

Für viele Familien gehört der Hund fest dazu, und man möchte ihn auch im Urlaub nicht zu Hause lassen. Niederau liegt auf 828 Metern in der Wildschönau, einem Tal mit breiten Almwegen, Waldrändern und Wiesen, auf denen sich ein Hund wohlfühlt. Mit etwas Vorbereitung wird der Aufenthalt für alle entspannt.

Die wichtigsten Punkte sind überschaubar. Ihr Hund braucht die richtigen Papiere für die Reise nach Österreich, Sie klären vorab eine Unterkunft, in der Hunde willkommen sind, und Sie wissen, wie man sich bei Kühen auf der Alm verhält. Dazu kommt die Jahreszeit: Im Sommer achten Sie auf Hitze und Zecken, im Winter auf Loipen und Pisten, die für Skifahrer gedacht sind.

Dieser Ratgeber geht diese Punkte durch, vom Heimtierausweis bis zu Spaziergängen, die sich gut mit Hund machen lassen. Regeln können sich ändern und unterscheiden sich je nach Vermieter oder Betrieb. Fragen Sie daher immer vorab nach, was für Ihren Aufenthalt und Ihre Ausflüge gilt.

Tipps

  • Lassen Sie Ausweis, Chip und Tollwutimpfung rechtzeitig vor der Abreise beim Tierarzt prüfen.
  • Fragen Sie Ihre Unterkunft vorab, am besten schriftlich, nach den Regeln und möglichen Kosten für Ihren Hund.
  • Führen Sie Ihren Hund bei Kühen auf der Alm kurz an der Leine und lassen Sie los, wenn eine Kuh auf Sie zukommt.
  • Fragen Sie vorab beim Bergbahnbetrieb, ob Ihr Hund in der Gondel mitfahren darf, und nehmen Sie Leine und Maulkorb mit.
  • Packen Sie Wasser, einen faltbaren Napf und eine Zeckenzange ein und lassen Sie Ihren Hund nie im Auto zurück.

Zeiten, Preise und Öffnungszeiten bitte immer vorab beim Anbieter prüfen; sie können sich ändern.

Papiere und Impfungen

Für die Reise nach Österreich braucht Ihr Hund einen EU-Heimtierausweis. Er muss per Mikrochip gekennzeichnet sein und eine gültige Tollwutimpfung haben. Die Impfung darf erst ab einem Alter von 12 Wochen erfolgen und gilt erst 21 Tage nach der Grundimmunisierung. Ein sehr junger Hund oder einer, der gerade erst seine erste Impfung bekommen hat, kann also nicht einfach mitreisen. Planen Sie das rechtzeitig vor der Abreise und lassen Sie bei Ihrer Tierarztpraxis prüfen, ob Ausweis und Impfdatum stimmen. Die Bestimmungen können sich ändern, fragen Sie daher für die aktuellen Vorgaben Ihre Tierarztpraxis oder die zuständige Veterinärbehörde.

Eine Unterkunft, in der Hunde willkommen sind

Nicht jedes Hotel und nicht jede Ferienwohnung nimmt Hunde auf. Wer es tut, hat meist eigene Bedingungen: Manchmal gibt es einen Aufpreis, manchmal darf der Hund nicht ins Restaurant oder in bestimmte Zimmer, manchmal ist die Zahl der Hunde begrenzt. In der Wildschönau finden Sie Ferienwohnungen und Gasthöfe, in denen Hunde willkommen sind, vor allem in Oberau und Auffach. Fragen Sie deshalb immer vorab, ob Ihr Hund willkommen ist und was gilt, und lassen Sie es sich möglichst schriftlich bestätigen. Nehmen Sie einen eigenen Korb oder eine Decke mit, damit Ihr Hund sofort einen vertrauten Platz hat, und fragen Sie, ob es einen eingezäunten Garten oder eine Möglichkeit für eine kurze Runde vor der Tür gibt.

Kühe auf der Alm

Im Sommer weiden Kühe und Jungvieh auf den Almen, auch entlang von Wanderwegen. Besonders Mutterkühe beschützen ihre Kälber und sehen einen Hund schnell als Bedrohung. Meiden Sie Weiden mit Kühen, wenn es einen Weg außen herum gibt, und folgen Sie ausgeschilderten Umgehungen. Wenn Sie nicht ausweichen können, führen Sie den Hund an der kurzen Leine und halten Sie Abstand, am besten 20 bis 50 Meter. Bleiben Sie ruhig, kehren Sie der Herde nicht den Rücken zu und verlassen Sie die Weide ohne Hast. Anzeichen von Anspannung sind gesenkter Kopf, Scharren, Brüllen und Schnauben. Geht eine Kuh auf Sie los, lassen Sie die Leine los: Der Hund kommt allein besser davon, als wenn Sie im Gerangel verletzt werden.

Wandern und Wasser

Rund um die Markbachjochbahn in Niederau führen breite Almwege vorbei an Almen, die sich gut mit Hund gehen lassen. Auch der Franziskusweg zwischen Niederau und Oberau gilt als ruhiger, überwiegend schattiger Weg, der sich gut für eine längere Runde mit Hund eignet. Beachten Sie, dass Sie auch auf Almwegen Kühen begegnen können. Soll Ihr Hund schwimmen? Ein ausgewiesener Hundestrand in der Wildschönau selbst ist nicht bekannt. Anderswo in Tirol haben einzelne Seen einen eigenen Hundebadestrand. Fragen Sie Ihre Unterkunft oder das Tourismusbüro, wo Sie mit Ihrem Hund hinkönnen, und beachten Sie die Hausordnung an Badeseen und in Schwimmbädern, denn dort sind Hunde oft nicht zugelassen.

Bergbahnen und Gondeln

Ob Ihr Hund in der Gondel mitfahren darf, entscheidet der Bergbahnbetreiber. In Österreich besteht meist keine Maulkorbpflicht, aber oft muss der Hund an der Leine bleiben und in einer vollen Kabine gut kontrolliert sein. Manche Betriebe verlangen eine Gebühr für Hunde, andere nicht. Was für die Markbachjochbahn in Niederau oder andere Lifte in der Wildschönau gilt, erfragen Sie am besten vorab beim Bergbahnbetrieb oder im Tourismusbüro. Nehmen Sie Leine und gegebenenfalls einen Maulkorb mit und wählen Sie nach Möglichkeit eine ruhigere Zeit, damit Ihr Hund nicht zwischen vielen Menschen stehen muss.

Im Winter: Pisten und Loipen

Gespurte Loipen sind für Langläufer gedacht. Ein Hund in der Spur oder ein Spaziergänger, der hindurchgeht, beschädigt die Loipe und behindert die Langläufer, weshalb Loipen für Hunde meist tabu sind. Auch auf Skipisten haben Hunde nichts verloren, denn Skifahrer sind schnell unterwegs und können Ihrem Hund nicht ausweichen. Geräumte Winterwanderwege sind die bessere Wahl: Achten Sie auf die Schilder und wählen Sie Routen, die für Fußgänger ausgewiesen sind. In manchen Tiroler Gebieten gibt es eigene Hundeloipen, für die Wildschönau ist das nicht bestätigt, fragen Sie daher im Tourismusbüro nach. Wischen Sie danach Schnee und Streusalz von den Pfoten Ihres Hundes ab.

Hitze und Zecken

An warmen Sommertagen kommt Ihr Hund schnell an seine Grenzen, auch in den Bergen. Planen Sie Spaziergänge für Morgen oder Abend, suchen Sie Schatten und führen Sie immer genug Wasser mit. Lassen Sie Ihren Hund nie im geparkten Auto zurück, auch nicht kurz und auch nicht im Schatten. Zecken sind in Österreich weit verbreitet und bei milden Temperaturen fast das ganze Jahr aktiv. Teile Tirols sind Gebiete, in denen Zecken Krankheiten wie Borreliose übertragen können. Besprechen Sie vorab mit Ihrer Tierarztpraxis den passenden Schutz, kontrollieren Sie Ihren Hund nach jedem Spaziergang und entfernen Sie eine Zecke mit einer Zeckenzange. Bekommt Ihr Hund nach einem Biss Fieber oder wird er schlapp, gehen Sie zur Tierärztin oder zum Tierarzt.

Häufige Fragen

Welche Papiere braucht mein Hund für Österreich?

Einen EU-Heimtierausweis, einen Mikrochip und eine gültige Tollwutimpfung. Die Impfung gilt erst 21 Tage nach der Grundimmunisierung und darf ab 12 Wochen erfolgen. Prüfen Sie die aktuellen Regeln bei Ihrer Tierarztpraxis.

Was mache ich, wenn ich mit Hund Kühen begegne?

Meiden Sie die Weide, wenn es eine Umgehung gibt. Sonst: Hund kurz an der Leine, 20 bis 50 Meter Abstand, ruhig bleiben und die Weide verlassen. Geht eine Kuh auf Sie los, lassen Sie die Leine los.

Darf mein Hund in die Gondel oder auf die Piste?

In der Gondel entscheidet der Bergbahnbetrieb, fragen Sie vorab nach. Auf Loipen und Skipisten haben Hunde nichts verloren, wählen Sie Winterwanderwege.

Übernachten in Niederau Partner

Das Hotel Wastlhof, Partner von Niederau.nl, ist ein Familienhotel mit Hallen- und Freibad, Wellness und eigenem Reitstall, mitten im Dorf. Weitere Unterkünfte und Informationen gibt es auch beim Tourismusverband Wildschönau. Persönliche Empfehlung, ohne Vergütung.

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